St. Martin

03.11.2021 | Jeder kennt die Geschichte vom Heiligen Martin, der seinen Mantel teilte. Aber wer war er?

Jedes Jahr am 11. November ziehen Kinder mit bunten Laternen durch die dunklen Straßen und singen Martinslieder. Nicht selten werden sie dabei von einem Reiter mit römischem Helm und Purpurmantel begleitet, der an die berühmte Mantelteilung des Heiligen erinnert. Bekannt sind auch die Martinswecken als Gebäck und in einigen Regionen die Martinsfeuer.

11. November: Martin von Tours 
Wir sind im 4. Jahrhundert: Nach der Legende wollte der heilige Martin nicht Bischof werden - entscheidend war in seinem Leben ein Mantel.

Mit 15 Jahren – also im Jahr 331/332 – in das römische Heer eingetreten, traf er wenige Jahre später gemeinsam mit anderen Soldaten am Stadttor von Reims auf einen fast unbekleideten Bettler. Der Legende nach kümmerte trotz des eisigen Winters keinen seiner Begleiter das Schicksal des frierenden Mannes. Martin jedoch wollte helfen. Da er außer seiner Uniform und seinem Schwert nichts bei sich hatte, teilte er kurzerhand seinen Mantel in zwei Stücke und gab eines davon dem Bettler. Das soll ihm den Spott seiner Mitsoldaten eingebracht haben.
Doch St. Martin ließ sich nicht beirren: In der folgenden Nacht erschien ihm Jesus im Traum und dankte ihm für die gute Tat. Denn in der Gestalt des Bettlers habe Martin dem Gottessohn selbst geholfen. Obwohl er eigentlich Soldat war, wollte er sich lieber um die Armen und Schwachen kümmern. Er ließ sich taufen, trat aus dem Militär aus und gründete in der Nähe des französischen Poitiers das erste Kloster des Abendlandes.
Quelle: katholisch.de