St. Peter

 

Wissenswertes zu Badenweiler

Warme Quellen, das milde Klima und die Lage in einer von den Rebhängen des Markgräflerlandes zu den Flanken des Südschwarzwalds sanft ansteigenden Landschaft schufen die Voraussetzungen für den Kurbetrieb. Aus dem Staatsbad Badenweiler entwickelte sich in der Neuzeit der elegante Kurort von internationalem Zuschnitt.
Seit den 50er Jahren des 20. Jh. bemüht sich das Bundesland Baden-Württemberg mit bedeutenden Projekten um die zeitgemäße Entwicklung der Bade- und Kureinrichtungen und damit um das Gedeihen der Gemeinde Badenweiler.
Quelle: Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg, ISBN 3-89870-031-3
 

Die Pfarrkirche St. Peter

Die Kirchenpatrone
Die Kirche wurde dem hl. Petrus geweiht. Er gilt im religiösen Volksglauben als Patron der Fischer, Schiffer, Schlosser ("Schlüssel des Himmelreiches"), Schmiede, Uhrmacher, Maurer und Steinhauer ("Fels"), aber auch als "Himmelspförtner" und Wettermacher. Dargestellt wird er mit zwei Schlüsseln in der einen und einem Buch in dre anderen Hand.

Als zweiten Patron wählte die Pfarrgemeinde Nikolaus von Flüe. Er trennte sich von seiner Familie und seinem Besitz und wurde Einsiedler. Bruder Klaus lebte 20 Jahre ohne Nahrung mit der Kraft seines Gebetes und seiner tiefen Gottverbundenheit.

Eckdaten:
Erbaut 1959/60 als Katholische Pfarrkirche für die zu klein gewordene Marienkapelle.
Architekt: Erwin Heine, Freiburg.
Blaue Altarwand: Hubert Kirchgäßner, Remscheid.
Tabernakel, Ambo, Kreuzweg: Josef Henger, Ravensburg.
Taufstein: Franz Gutmann, Münstertal.
Klais-Orgel mit 25 Registern, 1970.
Buntglasfenster Taufkapelle: H.G. van Look,
und im Kirchenraum: Angela von Hofer.

 

Die katholische Marienkapelle platzte in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus allen Nähten. Die Zahl der Kurgäste war rapide angestiegen, somit auch die Zahl der Gottesdienst-Besucher. Obwohl es drei Sonntagsgottesdienste gab, standen die Gläubigen im Hauptgottesdienst bis auf den Vorplatz. Eine Erweiterung der Kapelle kam nicht in Frage. So erwarb man am 12.05.1958 vom Land Baden-Württemberg ein Grundstück im nahe gelegenen Schlosspark. Die Planfertigung für die neue Kirche wurde nach einem Architektenwettbewerb Regierungsoberbaurat Erwin Heine, Freiburg, übertragen.

Der erste Spatenstich erfolgte bereits am 03.08.1958, am 16.11.1958 die Grundsteinlegung. Erzbischof Hermann Schäufele weihte die Kirche am 27.03.1960. Aus geschichtlichen Gründen wählte man für die neue Kirche den Apostel Petrus als Patron. Vor der Reformation 1556 hatte Badenweiler bereits eine Peterskirche. Einer der letzten Priester damals war Dekanus Wernherus Buger, gestorben 1521. Seine Grabplatte ist in der neuen Peterskirche in der rechten Seitenwand eingebaut, als Verbindung zur alten Kirche.

Architektur

Inmitten der gewachsenen Landschaft des Schlossparks durfte kein starres, rechtwinkliges Gebäude entstehen, Architekt Heine wählte deshalb die Grundrissform einer Ellipse. Die Baumaterialien sind der Zeit entsprechend: das Deckengewölbe und die tragenden Säulen wurden aus Beton gegossen, für die Außenmauer wurden stahlblaue und weiße Kalksandsteine verwendet. Die Innenwände sind nicht verputzt, sondern mit verschiedenfarbig gebrannten warmroten Wabenbacksteinen verkleidet. Die seitlichen schmalen Fenster konzentrieren das Licht auf den Altarraum. Der Kirchenraum umfasst rund 750 Sitzplätze und über 1000 Stehplätze. Insgesamt ist mit dieser Kirche nicht nur ein künstlerisch wertvolles Gebäude entstanden, sondern auch ein würdiger sakraler Raum.

Orgel und Geläut

Die 1970 eingebaute Orgel der Firma Klais aus Bonn umfasst 25 Register mit einer mechanischen Spieltraktur. Der große Kirchturm steht etwas abseits, darin ist das Geläut mit vier Glocken untergebracht. Die Töne es, f, b und g sind harmonisch mit dem Geläute der evangelischen Kirche abgestimmt.

Quelle: Kulturhistorischer Führer durch Badenweiler/ Rudolf Gfell ISBN 3-932172-07-08

 

Marienkapelle

 
Kein geringerer als der Großherzögliche Baudirektor Heinrich Hübsch (1795-1863), der bedeutende badische Baumeister der Romantik, wurde ausersehen, einen katholischen Kapellenbau für Badenweiler zu planen.
 
Wie ein frühmittelalterliches Baptisterium erhielt die Marienkapelle, als Achteckbau in gelb-rot wechselndem Hausteinmauerwerk, eine für Hübschs Kirchenbauten charakteristische Gestalt.
Mit diesem oktogonalen Grundriß umschloß er die Gottesdienst feiernde Gemeinde in einem alles dominierenden Raum. Die 14 kolorierten Holzschnitte des Kreuzweges sind ein Werk der Bildhauerin, Graphikerin und Schriftstellerin Ruth Schaumann (1899-1975).
 
Aufbahrungsort Anton P. Tschechows
In der Marienkapelle wurde 1904 der russische Dichter Anton Tschechow nach seinem Tode am 15.07. aufgebahrt, bevor er in seine russische Heimat überführt wurde.
Quelle: Kulturhistorischer Führer / Rudolf Gfell ISBN 3-932172-07-08
 
 
 

Kapelle Maria Hilf

 
Das Ehepaar Brigitte und Gerhard Weil initiierte und finanzierte den Bau der neuen Kapelle zu Ehren der Gottesmutter Maria am Ortseingang von Schweighof. Die Kapelle wurde zu Maria Himmelfahrt, am 15. August 2022, offiziell von Pfarrer Josef Maurer geweiht. Die Erzdiözese stiftete eine Madonna aus Holz. 
 
Ein Stück vom Himmel auf der Erde erlebbar machen: bodenständig, in freier Natur, übers ganze Jahr, bei Wind und Wetter - das ist das Anliegen der neuen Gottesdienst-Initiative des Ehepaares Brigitte und Gerhard Weil und Markus Gutting - rund um die neue Kapelle Maria Hilf in Badenweiler-Schweighof. 
Einladung zu den monatlichen Treffen:#HimmelUndErd 
immer am 1. Samstag des Monats um 18:30 Uhr
Treffpunkt: Kapelle Maria Hilf, am Ortseingang von Schweighof, Klemmbachstraße 2
 
Ansprechpartner

Josef Maurer

Kooperator
Hauptamtliche/r
Seelsorgeteam

Dieter Maier

Kooperator
Hauptamtliche/r
Seelsorgeteam

Telefon: 07631-181414

Isabell Röser

Pastoralreferentin
Gemeindeteam Badenweiler St. Peter
Hauptamtliche/r
Seelsorgeteam