Fastnacht, Fasnet, Fasnacht, Fasching oder Karneval

Die Bezeichnung "Fastnacht" – oder etwa im Rheinland "Fastelovend" – gehört dabei zu den ältesten Namen dieses Festes, sie ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Hier wird klar, dass es ursprünglich nur um einen Abend ging: Bevor 40 Tage gefastet wurde, sollten die Gläubigen nochmal lustvoll feiern, schmausen und trinken. Das hatte auf der einen Seite ganz praktische Gründe: Vor dem Fasten mussten Nahrungsmittel wie Fleisch, Fett und Eier verzehrt werden, da sie sonst über die Fastenzeit verderben würden.
Das drückt auch das Wort "Karneval" aus: Entstanden aus dem lateinischen "carnelevare" heißt etwa "Fleischwegnahme". Der Begriff taucht erstmals 1699 auf. In der Fastenzeit aßen die Menschen früher 40 Tage lang kein Fleisch, keine Eier und keine Milchprodukte.

Der Karneval beginnt schon am 6. Januar, also am Tag der Heiligen Drei Könige und endet am Fastnachtsdienstag, bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Die Menschen verkleiden sich, ziehen Kostüme an und singen und tanzen.
Auch schon vor Christi Geburt findet sich dieser Brauch in den Frühlingsfesten. Anstelle von lustigen Kostümen verkleideten sich die Menschen als Geister und Dämonen, die dann mit Schellen und Trommeln symbolisch am Ende des Winters aus dem Dorf getrieben wurden, um die Frühlingsgeister zu wecken. Ihre Masken sind kunstvoll aus Holz geschnitzt und bemalt, so wie man sie auch hier im Markgräflerland kennt.
D´Rhiischnooge von Neuenburg tragen noch solche kunstvoll geschnitzten Holzmasken wie im Foto auf den Straßenumzügen. Fasnacht machen sie auch auf ihrem TV-Kanal: https://narrenzunft-neuenburg.de/neuenburger-maskenball/
