Was ist überhaupt ein „Hungertuch“?
Früher gab es in den Kirchen prachtvolle Bilder und Figuren am Hochaltar – in der Fastenzeit wurden sie mit einem Tuch verhüllt, damit man auch mit den Augen „fastet“. Erst an Ostern kam das große Tuch wieder weg und die ganze Pracht war wieder sichtbar.
Später wurden auch die „Hungertücher“ verziert. Im Freiburger Münster hängt ein besonders schönes und großes vor dem Hauptaltar.
Heute gibt es alle zwei Jahre ein „Hungertuch“ von der Hilfsorganisation Misereor, das immer ein bestimmtes Thema hat.
Das MISEREOR-Hungertuch 2021
„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – Von der Kraft des Wandels von Lilian Moreno Sánchez © MISEREOR.
Basis des Bildes ist ein Röntgenbild, das den gebrochenen Fuß eines Menschen zeigt, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit durch die Staatsgewalt verletzt worden ist.
Das Bild ist auf drei Keilrahmen, bespannt mit Bettwäsche, angelegt. Der Stoff stammt aus einem Krankenhaus und aus dem Kloster Beuerberg nahe München. Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen als Zeichen der Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f) und auf die Fußwaschung (Joh 13,14ff ).
Das Bild ist auf drei Keilrahmen, bespannt mit Bettwäsche, angelegt. Der Stoff stammt aus einem Krankenhaus und aus dem Kloster Beuerberg nahe München. Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen als Zeichen der Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f) und auf die Fußwaschung (Joh 13,14ff ).

